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Brandenburg an der Havel ist gemessen nach der Einwohnerzahl von ca. 71.000 Menschen die drittgrößte und nach der Fläche die größte kreisfreie Stadt im Land Brandenburg. Sie ist mit einer über 1000-jährigen Geschichte eine der ältesten Städte im Bundesland Brandenburg. Die "Wiege der Mark Brandenburg", wie die Dominsel noch heute oft genannt wird, hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Vieles ist aber auch erhalten geblieben.
Für Sachverständige ist der Dom zu Brandenburg interessant. Er ist den Aposteln Petrus und Paulus geweiht. Der Dom ist das älteste erhaltene Bauwerk und Ausgangspunkt der Geschichte der Stadt Brandenburg an der Havel. Die Grundsteinlegung 1165 erfolgte durch den Mönchsorden der Prämonstratenser. Es entstand am Anfang eine einfache kreuzförmige Saalkirche im romanischen Stil, welche in den folgenden Jahrzehnten mit dem Ausbau des Längshauses, der Krypta und dem ersten Teil der Doppelturmfassade zu einer romanischen Basilika erweitert wurde. Aus der ersten Bauperiode sind nur wenige Bauelemente wie die Grundmauern des Chores und Fragmente des nördlichen Querschiffes, erhalten. Im Zeitraum vom 13. bis 15. Jahrhundert erfolgten gotische Erweiterungs- und Umbauten. Statt der zwei geplanten Türme wurde nur der Nordturm errichtet. Der erste hölzerne Turmbau wurde im Laufe des 17. Jahrhunderts durch einen steinernen Turmaufbau ersetzt. Im Jahr 1705 erfolgte die Gründung der später als Ritterakademie bezeichneten Bildungseinrichtung für die Zöglinge des Adels. Die Schule im Westflügel des Klosters wurde 1871 ausgebaut. 1937 musste der Schulbetrieb eingestellt werden, das Internat existierte aber noch einige Jahre weiter. Das Domstiftsarchiv und das Dommuseum, sind in den  angrenzenden Klausurgebäuden zu finden. Sie sind im Besitz zahlreicher Schätze. Dazu gehören wertvolle alte liturgische Handschriften, eine Sammlung gotischer Sakraltextilien und Geräte wie z.B. das Hungertuch von 1290. Dokumente aus der Geschichte des Bischofsitzes (Gründungsurkunden des Bistums Brandenburg von 948 und der Stadt Berlin von 1244) sowie ca. 35.000 Bände der Stiftsbibliothek kann man dort ebenso entdecken.
In der Stadt steht auch der Brandenburger Roland. Er ist ein Symbol und stand als Zeichen mittelalterlicher Rechtsordnung. Der aus Sandstein 1474 jünglingshaft gestaltete und 5,35 m hohe Roland gehört zu den schönsten Figuren dieser Art im norddeutschen Raum. Das Standbild des Roland steht mit Plattenrüstung, das Schwert mit der Rechten senkrecht in die Höhe, die Linke am Dolch, in einer Mulde auf dem Kopf das Büschel Donnerbart (der Legende nach soll die Pflanze den Roland vor Blitzschlag schützen) Er steht rechts neben dem Altstädter Rathaus welches als ein herausragendes Beispiel gotischer Backsteinbaukunst gilt. Die Rats- und Schreibstubenentstanden in der Mitte des 15. Jahrhunderts. Zwischen 1470 und 1480 wurde das Hauptgebäude mit dem Turm errichtet. Mit dem blendengeschmückten Staffelgiebel, mit den Wappen von Altstädter Ratsfamilien und dem Hauptportal mit Kopfbildern von vier Stadtpersönlichkeiten des 15. und 16. Jahrhundert.
Für Gutachten und Wertermittlung ist das Projekt Erlebnisort "Slawendorf Brandenburg an der Havel" von Interesse. Es stellt die Nachbildung einer slawischen Siedlung mit einer kleinen Wallburg aus der Zeit des 11. Jahrhunderts dar. Die Gäste erhalten die Möglichkeit, neben der Besichtigung von Ausschnitten aus der Geschichte, die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Slawen vor etwa 1.000 Jahren selbst aktiv im Rahmen von verschiedenen Projekten nachempfinden zu können. Das Slawendorf Brandenburg an der Havel entstand auf einer mehr als 11.000 Quadratmeter großen Fläche im Zentrum der Stadt und besteht aus mehreren Bereichen.
Vicco von Bülow alias Loriot war ein echter Brandenburger und zählt so zu den Berühmtheiten der Stadt. Bernhard Victor (Vicco) Christoph Carl von Bülow wurde am 12. November 1923 in Brandenburg an der Havel geboren und am 30. Dezember desselben Jahres in der St.-Gotthardt-Kirche zu Brandenburg an der Havel getauft.